Willkommen auf der Slampamper

Märzen

Mein erstes Märzen wurde dieses Jahr an Ostermontag gebraut und wurde richtig gut.

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Medaillenspiegel

Nachdem ich Anfang 2012 nach meinem ersten Jahr als Brenner der Obstbrennerei Merchweiler mal ganz vorsichtig ein Destillat – einen fassgelagerten Apfel – zur Branntweinprämierung angestellt hatte und dieser prompt Gold gemacht hat, musste es dieses Jahr natürlich etwas mehr sein, zumal die Prämierung dieses Jahr sogar in Merchweiler statt fand.
Sechs Destillate hatte ich dann auf den letzten Drücker noch nach Schmelz in die Bettinger Mühle gebracht und war ganz gespannt, wie sie so abschneiden. Hier das Ergebnis:
1 x Bronze (Zwetschgen)
4 x Silber (Alkmene fassgelagert, Schwarzkirschen, Quitten, Renekloden)
1 x Gold (Mirabellen)

Na dann – wohl bekomms und bis in 2 Jahren bei der nächsten Prämierung.

El Cortijo

Ok – morgen werde ich den ganzen Tag in diesem OBD Symposium in Stuttgart sitzen und hoffen, dass mein Deo mich nicht verlässt und mir die Kaugummis nicht ausgehen.
Denn heute Abend führte kein Weg dran vorbei: El Cortijo in Stuttgart. Patatas bravas, Hummerkrabbben und Sepia a la plancha – alles mit Unmengen Knoblauch zubereitet.
Nach viel zu viel Essen dann wie immer Flamenco vom Feinsten live auf der Minibühne 2 Meter neben mir.
Tja – irgendwie war sie schon schön die Zeit als ich noch in Stuttgart war.

Goldmedaille

Falls jemand interessiert, welche Destillate bei der diesjährigen Brandweinprämierung noch eine der Goldmedaillen gewonnen haben, kann das hier nachlesen.

Und wer einen mit Gold prämierten Alkmene Apfel im Fass ausgebaut probieren oder kaufen will kann das bei mir tun 🙂

Oh Jammer. Die finden mich spießig.

Kaum bucht man mal ein Hotelzimmer in Holland, bekommt man natürlich auch den Newsletter dieses Hotels. Natürlich auf Holländisch, was ihn auch nicht gerade nützlicher macht. Als ich mich dann eben gerade von diesem Newsletter abgemeldet habe, kam ich kurz ins Grübeln, ob man Holländisch nicht doch ganz gut verstehen kann. Nun dass die es Jammerschade finden, dass ich ihre Infos nicht mehr lesen will, kann ich ja verstehen. Aber wie finden die das nochmal, dass ich ihre informatie nicht mehr ontvangen will? Hier die Meldung nach dem Abmelden:
Jammer.
U heeft aangeven onze informatie niet meer te willen ontvangen. Dat vinden we natuurlijk spijtig. Maar we hebben u uiteraard van de verzendlijst gehaald.
Nog een prettige dag.
Kann mir das mal jemand erklären?

Bad Hair Day

Obstzeit

Es ist zwar nicht wirklich das was man einen tollen Sommer nennt – zumindest nicht, was das Wetter betrifft – aber der Garten freut sich über die milden Temperaturen und das viele Wasser. Und da dieses Jahr absolut alles was wir an Obst im Garten haben Unmengen an Früchten produziert kommen wir fast nicht nach mit verarbeiteten.

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Nachdem ich dieses Jahr bereits im Juni aus Mitleid mit den tollen Sauerkirschen 80l Maische angesetzt habe, kamen im Juni noch ein Fass Pflaumen und heute noch eins mit Mirabellen dazu. Also die Mirabellenflut auf dem Bild (eingekochte Früchte, Marmelade und Kompott à la Tina) ist nur die Spitze des Eisbergs.
Im einigen Tagen sind dann die Zwetschgen reif und ich muss neue Maischefässer kaufen gehen.
Gut dass ich mich die nächsten beiden Tage noch auf einem Brennerkurs entsprechend weiterbilde. Vielleicht stehen ich dann bald auch mal selbst an der Distille und brenne mein Obst.

Urlaubsnachtrag

Da wir ja nun schon seit 10 Tagen wieder zurück sind, wird es Zeit sich mal wieder zu melden. Als erstes möchte ich mich bei allen bedanken, die an dem kleinen Quiz teilgenommen haben. Ich hatte ja bereits angedeutet, dass es dabei nicht unbedingt richtige und falsche Antworten gibt.

So eine Phở ist eine wirklich leckere Sache die jeder natürlich etwas anders zubereitet. Meistens haben wir die Version mit Rindfleisch gegessen. Die Reisnudeln sind natürlich immer drin und werden ganz kurz in heißem Wasser geschwenkt (also eher 1 Sekunde als 10 🙂 und dann kommt Fleisch, Frühlingszwiebeln, leider meist auch Koriander rein und die Schüssel wird dann mit der eigentlichen Brühe aufgegossen. Je nach Geschmack würzt man dann ggf. selbst am Tisch noch mit Chili, der für Vietnam so typischen Fischsoße Nước Mắm, in Essig eingelgter Knoblauch und/oder Limettensaft nach um dann bewaffnet mit dem Löffel in der einen und den Stäbchen in der anderen Hand so lange Nudeln und die sonstigen Einlagen zu fischen und die leckere Brühe zu löffeln, bis es nix mehr zu angeln gibt. Die Vietnamesen lassen’s dann meist gut sein, während ich dann meist die Brühe noch fertig ausgelöffelt hab, weil’s so lecker war 🙂

Bleibt noch euch allen für eure Kommentare zu danken. Petri: du warst dabei ja besonders fleißig – wir müssen uns also dringend zum Erfahrungsaustausch und Mitrbingselübergabe treffen.

Und zum Schluß noch der Hinweis: es gibt jetzt auch ein Gästebuch hier! Über Einträge würde ich mich natürlich freuen…

Hong Kong

Hong Kong – der „duftende Hafen“ – ist die letzte Station auf unserer Reise. Der Duft vergangener Tage ist zwar im Hafen wohl nicht mehr zu finden, aber auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt bekommt man einen guten Eindruck wie riesig der Hafen von Hong Kong ist. Überhaupt ist hier alles ziemlich extrem. Genau genommen extrem gegensätzlich, wenn meist auch erst auf den zweiten Blick.
Als Bastion des britischen Empire in Asien spürt man hier noch immer etwas britischen Charme zwischen all der asiatischen Wuseligkeit. Hong Kong mit seinen 262 Inseln findet irgendwo zwischen Hügeln und Meer statt. Auf der Hauptinsel Hong Kong Island sieht man den immerhin 550m hohen Peak hinter all den (beinah ebenso hohen) Wolkenkratzern gar nicht, obwohl diese beeindruckende Skyline sich nur über wenige Strassenzüge am Wasser lang erstreckt und es dahinter direkt steil hoch geht. Oben angelangt ist man dann nach einem kleinen Spaziergang ganz allein mitten im Urwald und kann nur noch hin und wieder zwischen den Palmen hindurch einen Blick auf die Hochhäuser werfen.
Wenn man am Abend dann am einen oder anderen Ufer die Symphonie of Lights sieht, bei der die ganzen teilweise wirklich schönen modernen Hochhäuser gemeinsam eine Mega Laser- und Lichtershow veranstalten, vergisst man schnell dass dazwischen hundert mal mehr ziemlich heruntergekommene Plattenbauten rumstehen, in denen die Menschen dieser Stadt auf minimalem Raum wohnen. Denn das teuerste Gut hier ist Platz. Selbst in guten Hotels sind die Zimmer meist winzig und über hunderttausend Menschen wohnen hier in Käfigen mit nur 2 qm Raum.
Auch die Bauarbeiten an den modernsten Gebäuden der Welt lässt einen kurz nach der versteckten Kamera suchen. War es in Vietnam noch normal, dass man die Hütten mit Bambusgerüsten gebaut hat, so kommt es einem hier doch ein wenig wie ein falscher Film vor. Hochhäuser mit weit über 50 Stockwerken komplett eingerüstet mit Bambusstangen, die einzeln miteinander verknotet sind waren für mich bisher unvorstellbar.
Auch kulinarisch ist Hong Kong voll von Gegensätzen. Wir haben in winzigen Läden leckere Nudelgerichte für kaum 2€ gegessen und haben uns zum Abschluss heute in einem gut versteckten DimSum Laden mit bestimmt 10 verschiedene Leckereien für knapp 20 € so richtig satt gegessen. Auf der anderen Seite waren wir gestern abend beim Edeljapaner Nobu im Intercontinental Hotel, was ein ziemliches Loch in die Urlaubskasse gerissen hat. Dafür gab’s dort das beste Stück Fleisch, das wir je gegessen haben (Wagyu Beef mit Trüffeleiersosse).
Alles in allem muss man sie wohl gesehen haben, diese faszinietende, anstrengende, laute, hektische Stadt in der man alle 2 Sekunden meint vom Fahrenden Ritter aus Harry Potter überfahren zu werden, wenn mal wieder einer der vielen Doppeldeckerbusse mit einem Affenzahn auf der falschen Strassenseite ums Eck geschossen kommt. Aber ein mal reicht dann auch.
Wir freuen uns jetzt auf zuhause, auf die Katzen, den Garten, Ostern und Euch – die fleissigen Leser unserer Urlaubserlebnisse. Danke für’s dabei sein!